2015 – 2019


Ausstellungen 2015-2019

Helle Jetzig – »Realities 3.0

 19. Februar bis 16. März 2019

Die teils großformatigen Arbeiten des Künstlers sind Hybride aus Fotografie, Siebdruck und Malerei. Es sind Versatzstücke und unterschiedliche Realitätsebenen, die durch eine intensive Farbigkeit das Auge des Betrachters in eine fiktive Welt entführen. Mit einer multiplen Technik bringt Jetzig Fotografie, Siebdruck und Malerei zu Kunstwerken zusammen, die raffiniert das Sehen manipuliert und die Realität in eine assoziative Wahrnehmung transferiert. Blau, Gelb und Rot sind die bevorzugten Farben des Künstlers, die er mal grell leuchtend, mal mild und warm zur Geltung kommen lässt, und dadurch jede Spur einer Realität, ob Tag oder Nacht, obsolet erscheinen lässt. In einem vielschichtigen und komplizierten Entstehungsprozess setzt Jetzig die Eindrücke seiner Streifzüge durch Städte zu assoziativen Stadtporträts um. „Kaum einer hat heute noch die Ruhe sich ein Bild richtig anzusehen. „Alles muss schnell gehen. Die Leute reagieren nur noch auf Chiffren. Diesen Effekt will ich mit meinen Bildern unterlaufen“, so die Botschaft des Künstlers. 

NY Reloaded (Alice) B 17, 2017, Malerei, Siebdruck auf Fotografie, 150 x 100 x 6 cm

Tilmann Krieg

»Paris – centre d‘ illumination« 5. Mai bis 9. Juni 2018

Eine bewusste Unschärfe, Spannung und Dynamik prägt die Bildsprache des Fotografen Tilmann Krieg. Paris, die Stadt der Aufklärung („lumières“) übersetzt der Künstler ebenso mit „Zentrum des Lichts“ als auch „Zentrum des Geistes“. Für Projekte und Ausstellungen reiste er immer wieder nach Paris und lernte dabei die Stadt in recht unterschiedlichen Situationen kennen. 

Blue Tunnel, 2007, Lightbrush auf Aluminium, 75 x 100 cm 

Albert Merz »Zwischenhalt«

18. September – 6. Oktober 2018

Erstmals zeigen wir Werke des in Berlin lebenden Schweizer Künstlers, dessen Werk uns vor langer Zeit begegnete. Seine Bilder zeigen ein spannendes Zusammenspiel von Formen und Farben, von Linie und Fläche. Auf den Betrachter wirken seine Bilder wie eine Zeitreise durch die kosmischen Welten. Merz vermittelt in seinen Werken illusionäre Räume, die von Körpern und Zeichen markiert sind und die Blicke des Betrachters förmlich anziehen. 

Drüben, 2016, Acryl auf Holz, 50 x 50 cm 

André Eward (1876 – 1972) »Aufbruch in die Schweizer Moderne«

14. März – 15. April 2017

André Evard gehört zu den Wegbereitern der Schweizer Moderne. Über surreal anmutende Landschaftsdarstellungen und konstruktivistische Werke zeigen wir die künstlerische Entwicklung dieses für viele noch unbekannten Künstlers und Kommilitone von Le Corbusier. Sein heterogenes Werk zeugt in anschaulicher Weise von der Schlüsselposition des Künstlers unter den Schweizer Malern der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Von Gemälden, die vom Jugendstil beeinflusst sind, bis zu konstruktivistischen Bildern zeigen seine spannungsreiche künstlerische Entwicklung.

Blaue Wolke, 1912, Öl auf Hartfaser, 34 x 34 cm 

Margarete Zahn
„Gitterwerke“

6. bis 31, Oktober 2015

„Halt im uferlosen Universum“ – mit diesen Worten betitelte Snejanka Bauer ihren Katalogtext zur Ausstellung »Gitterwerke II« der Frankfurter Künstlerin Margarete Zahn. Eine konsequente Weiterentwicklung ihrer Malerei ist in der aktuellen Werkfolge der Künstlerin zu sehen. Standen in der im Jahre 2011 gezeigten Ausstellung »Gitterwerke« Bilder mit einer gedeckten Farbigkeit und offenen Struktur der Linien und Streifen im Vordergrund, zeigen die aktuellen Werke neben einer leuchtend starken Farbigkeit, eine komprimierte Struktur der Linien und Streifen.

Doch die vordergründige Ästhetik ist nur die eine Seite der Werke von Margarete Zahn. Vielmehr erreichen ihre Bilder eine politische und ethische Symbolik die sich erst bei näherer Betrachtung erschließt. Ausgehend von den politischen und gesellschaftlichen Ereignissen in der Welt, visualisieren die Bilder der Künstlerin Ausgrenzung und Absperrung, Gefangensein und Enge. Einerseits stellen diese Bilder eine Fortsetzung ihrer Streifen- und Kreuzbilder dar, thematisieren darüber hinaus mit künstlerischen Mitteln auch die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten. Sie symbolisieren eindrücklich unter einer opulenten Farbigkeit religiös und politisch motivierte Grausamkeiten im menschlichen Zusammenleben.

Text

Künstlerbuch
„Tratto da Venedigs Freiheitsliebe“

8. Februar 2015

Präsentation dieses Künstlerbuches, verbunden mit einer kurzen Lesung durch den Autor

Mythos Venedig – nicht nur ein Touristenziel für Millionen Menschen aus aller Welt – auch seit Jahrhunderten ein prägender Ort für Kunst und Kultur.